Über uns

Wir sind eine der ältesten Studenteninitiativen der Uni Münster und beschäftigen uns mit dem Thema Nachhaltigkeit. Unsere Treffen finden immer Dienstags um 20 Uhr im CSI (Juridicum) statt.
Interessenten sind jederzeit willkommen!
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Nun kann man viel reden, „man müsste, man sollte“, letztendlich ist aber gerade beim Thema Nachhaltigkeit wichtig, irgendwo konkret anzufangen. Viele Menschen finden das Konzept durchaus überzeugend, es mangelt jedoch oft an der Bereitschaft, dieses auf das eigene Verhalten anzuwenden, weil man von den dadurch verursachten „positiven Effekten“ nicht unmittelbar profitiert. Aus diesem Grund setzt sich die Studenteninitiative Wirtschaft und Umwelt e.V. vor allem im Kontext der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) und in der Stadt Münster selbst ein, um das Konzept der Nachhaltigkeit aus dem Randbereich des Bewusstsein der Studenten und Bewohner in die Mitte des gesellschaftlichen Diskurses zu befördern und als selbstverständliche Handlungsmaxime zu etablieren.Wir wollen informieren, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben und möglichst viele Menschen zum Nachdenken anregen. Dabei wollen wir nicht zu allgemeinem Verzicht und innerem Frieden aufrufen, sondern vielmehr einen Impuls zu einem Wertewandel auch innerhalb der Gesellschaft geben.Konkret hieße das, darüber nachzudenken, ob es wirklich so „cool“ ist, mit dem Auto zur Uni zu fahren, obwohl es länger dauert und mehr kostet 😉

Beschreibung

Wirtschaft und Umwelt ist eine der ältesten Studenteninitiativen an der Uni Münster – seit 1991 gibt’s uns schon. Die Initiative lebt von dem Engagement von Studierenden, aus verschiedenen Fachbereichen – Wirtschaft, Politik, Soziologie, Biologie, Jura u.a.

Allgemeine Informationen

Das Konzept der Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeit ist zunächst einmal ein recht abstrakter Begriff, der zwar immer häufiger in der öffentlichen Diskussion verwendet, vielfach aber hierbei nicht genauer definiert wird. Der Begriff kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft, wo unter nachhaltiger Bewirtschaftung eine Strategie verstanden wird, bei der saisonal nur soviel abgeholzt werden darf, wie auch nachwächst. Somit ist der Fortbestand der Ressource Holz auch in der Zukunft gesichert. Etwas pathetischer kann man übertragen auf Gesellschaften formulieren, dass unter Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsprinzips die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können.Dies soll durch Ausgewogenheit von sozialen, ökonomischen und ökologischen Komponenten erreicht werden.Hierbei muss kein Widerspruch zu wirtschaftlich rationalem Handeln bestehen, wie vielfach angenommen wird,ein einfaches Beispiel dazu:Wird in einem Mietshaus die Isolierung erneuert (einmalige Investition), führt die Reduzierung des Stromverbrauchs auf lange Sicht zu geringeren Kosten für Vermieter und Mieter, Ressourcen werden eingespart und die Belastung der Atmosphäre durch Treibhausgase (bei der Energieerzeugung) vermindert. Im besten Fall schafft die Maßnahme mehr Arbeitsplätze für Handwerker und Bauarbeiter, fördert die Innovation in der Branche für effizientes Bauen und die Mieter werden weniger von den steigenden Energiepreisen betroffen und erlangen mehr Sensibilität in Bezug auf nachhaltigen Umgang mit ihrer Umwelt. Das Konzept umfasst also noch viel mehr, als zu Anfang angeführt. Es betrifft alle Ebenen: Von der kleinsten, der respektvolle und überlegte Umgang mit den verfügbaren Ressourcen und den Mitmenschen, über Verantwortungsbewusstsein von Unternehmen, bis zur internationalen Ebene, auf der die Staatengemeinschaft die richtigen Rahmenbedingungen und Vorgaben festlegen muss, um die Versorgung mit globalen, öffentlichen Gütern effizient zu regeln. Nachhaltigkeit im 21. Jahrhundert: Der Einfluss des Menschen auf seine natürliche Umgebung war lange Zeit sehr beschränkt. Die frühen Menschen nahmen sich von der Natur, was sie zum (Über-)Leben brauchten, eine Schädigung oder Überbeanspruchung war, wenn überhaupt, nur lokal möglich und hatte keinen nennenswerten Einfluss auf globaler Ebene. Erst mit Beginn der industriellen Revolution begann der Mensch, Ressourcen systematisch abzubauen und so unwiederbringlich zu verbrauchen. Der stetige technische Fortschritt brachte breiten Teilen der Weltbevölkerung eine schier unglaubliche Anhebung ihres Lebensstandards. Arbeit, die Jahrtausende lang mühsam von Hand verrichtet werden musste, wird heute von Maschinen erledigt, die den „Output“ vervielfachen und dabei wesentlich effizienter arbeiten, als Menschen es je könnten. Dadurch ergeben sich zeitliche Freiräume, die anderweitig genutzt werden können, erst so wurde das möglich, was wir heute als „Selbstverwirklichung“ bezeichnen.

Innerhalb von drei Jahrhunderten hat der Mensch dadurch den Planeten so verändert, wie es keine Spezies vor ihm vermochte. Zu Beginn partizipierte nur ein kleiner Teil der Welt an diesem Prozess, zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen bevölkerungsreiche Schwellenländer kurz davor, zu den „Alten Industrieländern“ aufzuschließen. Wie lange einzelne Energieträger dabei noch den Bedarf decken können, darüber gibt es verschiedenste Studien, Berichte und Aussagen von rennomierten Wissenschaftlern, mal wird dieser, mal jener Zeitrahmen als wahrscheinlich angegeben. Unabhängig davon, welche Zahl nun jeweils zutrifft, Fakt ist, dass das 21. Jahrhundert die Menschheit an ihre natürlichen Grenzen führen wird. Die wachsende Weltbevölkerung und den großen Energiehunger der aufsteigenden Wirtschaftsmächte trifft dabei auf abnehmende Verfügbarkeit von Rohstoffen wie fossilen Brennstoffen, seltenen Erden oder Trinkwasser, da die Erschließung neuer Quellen z.B. beim Erdöl immer aufwendiger wird. Infolgedessen werden Rohstoffe zunehmend teurer: Deshalb gilt: Sowohl für die Industrienationen, die sich an ihren Wohlstand gewöhnt haben, als auch für die Schwellen- und Entwicklungsländer, die den Willen und das Recht auf wirtschaftliche Entwicklung haben, ist energie- und ressourceneffizientes Wirtschaften ein entscheidender Erfolgsfaktor.

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